A A A

Lutherstadt Wittenberg: 2017 steht nicht nur im Zeichen von 500 Jahre Reformation, sondern auch von 150 Jahre Bethel. Vor rund 300 Tagen bezogen die v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel ihre Begegnungsstätte in der Collegienstraße 41/42 in der Lutherstadt Wittenberg, um sich in diesem besonderen Jahr in der Lutherstadt Wittenberg den Wittenbergerinnen und Wittenbergern und den vielen in- und ausländischen Gästen vorzustellen. Sie ist in dieser Form einmalig in Deutschland.

„Das Interesse ist groß. Wir begrüßen an manchen Tagen bis zu 100 Gäste in unserem Bethel-Laden“, freut sich Stephan Zöllner, der die Bethel-Begegnungsstätte in der Lutherstadt Wittenberg leitet.

Der Bethel-Laden ist kein Verkaufsgeschäft. Er dient vor allem der Begegnung und der Information.

Vor der Begegnungsstätte steht eine lange Bank, die gern und intensiv genutzt wird und an sonnigen Tagen auch ein Lastenfahrrad. Bank und Lastenfahrrad wurden in Werkstätten der v. Bodelschwinghschen Stiftungen hergestellt. 

 Mit rund 17.500 Beschäftigten zählen die v. Bodelschwinghschen Stiftungen zu den größten diakonischen Einrichtungen Europas.

Viele Gäste informieren sich über Beratungsstellen von Bethel, suchen Rat in Fragen der Betreuung sowie bei medizinischen und psychiatrischen Problemen. Dabei vermitteln Herr Zöllner und seine Kollegen Erstkontakte zu Einrichtungen vor Ort, soweit Angebote vorhanden sind oder auch in eigene Einrichtungen in Berlin/Brandenburg, wobei das Evangelische Krankenhaus Königin Elisabeth Herzberge in Berlin-Lichtenfeld als Anlaufstelle dient.

Außerdem ist in der Bethel-Begegnungsstätte während der Weltausstellung Reformation – Tore der Freiheit“ eine Gesprächsreihe mit interessanten Themen für die Öffentlichkeit geplant.

Bereits am 24. Februar 2017 erlebten die „Wittenberger Gespräche“ im Malsaal der Cranach-Stiftung ihre Premiere! In eigener Sache ging es um 500 Jahre Thesenanschlag und um 150 Jahre Bethel. Das neue Gesprächsformat wird ab Mai mit Tagungen im Monatsrythmus fortgeführt. 

Auftakt ist am 12. Mai 2017 von 14.00 bis 16.00 Uhr. Zum Internationen Tag der Pflege wird gefragt: „Pflege heute auf einem guten Weg?“ Zum Erfahrungsaustausch wird auch Dr. Klaus Kobert erwartet, der zu den Nestoren der Klinischen Ethik gehört.

Am 29. Mai 2017 geht es unter dem Motto „Grenzenlos – Diakonie in kultureller und religiöser Vielfalt“ um das Miteinander von Menschen unterschiedlichen Glaubens und verschiedener Kulturen. Dazu wird unter anderem die evangelische Theologin Dr. Johanna Will-Armstrong erwartet, ...

die seit 2015 im Vorstand der v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel ist. Sie ist auch am 28. Juni 2017 zu Gast, wenn es um das Thema „Die interkulturelle Religiosität in der Diakonie“ geht.

Zuvor, am 09. Juni 2017, steht das Thema „Psychiatrische Pflege in der Gemeinde“ auf dem Plan, an dem u.a. Dr. Nikolaus Särchen, Chefarzt der Klinik Bosse, teilnehmen wird.

Am 14. Juli 2017 ist das Thema „Entwicklung und Chancen in der Epileptologie“. Zum Thema referiert Prof. Dr. Falk Oppel, ehemaliger Neurochirurgie-Chef von Bethel.

Am 11. August 2017 ist das Thema „Neue (assestive) Technologie in der Pflege“. Dabei handelt es sich um Hilfsmittel, die Menschen mit Behinderung und älteren Menschen ein selbstständigeres Leben ermöglicht.

Geöffnet ist die Begegnungsstätte Bethel von Montag bis Freitag von 10.00 bis 12.30 Uhr und 13.30 bis 18.00 Uhr. Am Kirchentagswochenende (27./28. Mai 2017) an beiden Tagen von 09.00 bis 20.00 Uhr. Bei Bedarf auch länger.

Regelmäßig wird es einen „Tag der Offenen Tür“ geben. So am 01. Juni 2017, wenn sich Jugendliche aus Bielefeld über duale Studiengänge an Bethel-Einrichtungen informieren.